
Zuerst stellte er an uns die Frage, wie wir früher diese Zeit erlebt haben und was für Bräuche und Rituale es damals gab.
So erfuhren wir, dass es in Kärnten, Steiermark und Slowenien den Brauch gab, das Osterfeuer in die Häuser zu tragen und die Osterspeisensegnung am Karsamstag.
Wir Kinder konnten damals nicht Schokolade-, Handy- oder Fernsehfasten, denn wir hatten weder das eine noch das andere.
Dann sprach unser Pfarrer über die wichtigste Zeit im christlichen Glauben – die Karwoche. Wir alle kennen die Geschichte vom Palmsonntag, dem letzten Abendmahl mit seinen Jüngern, seinem Leiden und der Kreuzigung am Karfreitag und schließlich seiner Auferstehung an Ostern. Aber was war zwischen dem Tod Jesu am Kreuz und seiner Auferstehung?
Im Glaubensbekenntnis sprechen wir, dass Jesus hinabgestiegen ist in das Reich des Todes. Dieser Ort wurde als etwas Dunkles, Endgültiges und von Gott Verlassenes verstanden.
Doch Jesus geht selbst dorthin, wo Angst, Dunkelheit und Verlassenheit herrschen und somit ist dieser Ort nicht mehr von Gott verlassen. Das bedeutet für uns Menschen eine große Hoffnung, dass es keinen Ort und keine Situation gibt, wo wir vollkommen allein sind. Gott ist an unserer Seite und geht mit uns durch alle Höhen und Tiefen unseres Lebens und selbst im Tod ist er da.
Die Fastenzeit ist Arbeit am eigenen Herzen, sagt unser Pfarrer, und er meint damit, dass sich jeder an seinem Platz für das Gute und den Frieden einsetzen soll, dass die Türe zum Himmel aufgeht. Wenn wir unser Herz so vorbereiten, dann können wir Ostern feiern und eintauchen in das große Geheimnis.
Noch ein Hinweis von Pfarrer Mathias: Alle Feiern in der Karwoche zu besuchen, weil die „Geschichte“ am Gründonnerstag beginnt und bis zur Auferstehung geht!
Den Abschluss des besinnlichen Teils bildeten ein Lied, das "Vater unser" und der Segen. Ein herzliches Dankeschön an Pfarrer Mathias.
Anschließend erzählte noch unser Bürgermeister Michael Schnetzer von seinen Fastenzeiterfahrungen und informierte uns über das Neueste aus der Gemeindestube. Herzlichen Dank auch an ihn!
Nach einer guten Jause bekamen alle noch als Ostergruß ein „Narzissenstöckle“ und Wünsche für ein besinnliches Osterfest.
Vielen Dank auch an das Team, das es immer wieder versteht, die Nachmittage schön zu gestalten und uns mit gutem Essen zu verwöhnen.
Berta Leiner