
Zur Vorgehensweise bei der Erarbeitung
So wurden manche Elemente des Konzepts, wie z.B. die Schutz- und die Risikoanalyse in den einzelnen Pfarrteams erarbeitet. Da jede der 10 Pfarrgemeinschaften unterschiedliche Stärken, Herausforderungen, Charakteristiken oder auch räumliche Voraussetzungen mitbringt, war die detaillierte Analyse, wo denn die die Stärken und Verbesserungspotentiale zu finden sind, Sache der lokalen Teams vor Ort. Für alle Pfarren gleichermaßen relevante und gültige Teile des Konzepts wie z.B. das Beschwerdewesen oder der Interventionsplan konnten hingegen zentral für alle Pfarren von Seiten der Pastoralleitung erarbeitet werden. Das Ergebnis ist nun ein Gesamtkonzept, welches sowohl der Vielfalt der Pfarrgemeinschaften als auch einer Notwendigkeit der Nutzung von Synergien Rechnung trägt.
Pastoralamtsleiterin Dr. Petra Vonier-Pösel mit Grußworten
Nach der Begrüßung durch Pastoralleiter Michael Willam und Moderator Fabian Jochum richtete Pastoralamtsleiterin Petra Vonier-Pösel ihre Grußworte an die versammelte Runde. Sie führte dabei in ihrem Statement aus, warum es „unserer Kirche gut zu Gesicht steht, bei diesem Thema eine Vorreiterrolle zu haben“. Dass unsere Pfarren ein sicherer Ort für alle sein sollen und wir Christinnen und Christen uns für eine Gemeinschaft vor Ort starkmachen, in welcher sämtliche Formen von Gewalt keine Chance haben, sei ein Auftrag aus der Mitte des Evangeliums heraus. Angesichts der gerade auch in der Kirche teils belasteten Vergangenheit, wo nicht nur einmal (zu) oft weggeschaut wurde, ist heute der aufmerksame Blick und die Sensibilität für das Thema umso wichtiger.
Einschätzung von DSA Doris Bauer-Böckle, Leiterin der Stabstelle Gewaltprävention in der Diözese Feldkirch
So nahmen die Verantwortlichen und die Vertreter:innen der Pfarren auch die Glückwünsche und Gratulationen von Seiten der Leiterin der diözesanen Stabsstelle zur Gewaltprävention, Doris Bauer-Böckle, entgegen. Sie betonte, dass es in bemerkenswerter Weise gelungen sei, in kurzer Zeit sehr viele Menschen an diesem Prozess zu beteiligen und damit bereits wichtige Bewusstseinsarbeit geleistet worden sei. In dieser Größenordnung, so Bauer-Böckles Einschätzung, seien sowohl die Anzahl der beteiligten Personen als auch das erreichte Ergebnis einer Rahmenschutzordnung für eine ganze Region einzigartig in Österreich.
Das Konzept soll lebendig gehalten werden
Da jedes Konzept nur so gut ist wie es danach auch wirklich zur Umsetzung gelangt, war an diesem Abend auch die nun folgende Kommunikation der Inhalte in den Pfarren Thema. Erste Schritte in diese Richtung wurden von Pastoralleiter Willam vorgestellt. So bekam jede Pfarre eine eigene Mappe mit dem Konzept überreicht, die als eine Art „Nachschlagewerk“ in jedem Pfarrbüro aufliegen soll. Ebenso bekamen die Pfarren speziell für die Sakristei und die Räume, in denen z.B. mit den Ministrant:innen Gruppenstunden stattfinden Plakate mit den wichtigsten Ergebnissen aus dem Konzept überreicht. Künftig sollen Treffen stattfinden mit jenen Ehrenamtlichen, welche in den Pfarren der Region z.B. mit Ministrantengruppen oder auch mit älteren Menschen arbeiten.
Für die konkrete schrittweise Umsetzung des Projekts und der vielen angedachten Maßnahmen in jeder einzelnen Pfarre wurde vereinbart, dass diese Konkretisierungen im Seelsorgeregionsrat als Thema weiterverfolgt werden.
Ein herzliches Dankeschön
Für Auflockerung zwischendurch sorgte an diesem Abend eine ganz besondere Livemusik. Helmut Ender, Charly Mathis und Reinhard Schneider alias „Drei Drittel“ umrahmten in humorvoll-melancholischer Weise mit Liedern von Herbert Pixner eine gelungene Veranstaltung, die im Anschluss mit einem gemütlichen kleinen Empfang ihren Abschluss fand.
Ein großes Dankeschön gilt allen Beteiligten, die sich mit großem Einsatz für ein Gelingen des Abends und des Projekts eingesetzt haben.
Dr. Michael Willam
Pastoralleitung Seelsorgeregion Vorderland