Rund 200 Gläubige versammelten sich am Samstagabend, 4. Juli, in der Pfarrkirche St. Fidelis in Muntlix, um gemeinsam mit Pfarrer Mathias Bitsche Gottesdienst zu feiern und Abschied zu nehmen. Nach einem Jahr als Pfarrmoderator der Pfarren des Seelsorgeraums Vorderland führt ihn sein Weg nach Hohenems. Was an diesem Abend spürbar wurde, war vor allem eines: große Dankbarkeit für einen Priester, der den Menschen mit Offenheit, Herzlichkeit und einer lebendigen Art des Glaubens begegnet ist.

Verkündigen, zuhören, Dank annehmen – drei Momente des Abschieds, die viele Gedanken der Ansprachen sichtbar machen.
In ihren Ansprachen würdigten die Vertreter aus Kirche und Gemeinden vor allem die Persönlichkeit von Pfarrer Mathias Bitsche. Immer wieder wurde deutlich, dass er in kurzer Zeit Vertrauen gewonnen und viele Menschen mit seiner offenen und geradlinigen Art erreicht hat. Seine Predigten verbanden die Botschaft des Evangeliums mit dem Alltag der Menschen – verständlich, lebensnah und oft auch mit einem Lächeln.
Ebenso fanden sein Engagement für die Weiterentwicklung des Seelsorgeraums, seine Impulse für die Pfarren und sein Einsatz bei der Erarbeitung des Gewaltschutzkonzeptes Anerkennung. Mehrfach wurde hervorgehoben, dass er nie den einfachsten Weg gesucht, sondern seine Überzeugungen offen vertreten habe – stets mit dem Ziel, gemeinsam Kirche weiterzuentwickeln.
Als sichtbares Zeichen des Dankes überreichten die Pfarren und Gemeinden einen jungen Laubbaum. Er soll daran erinnern, dass Mathias Bitsche in kurzer Zeit Wurzeln geschlagen und bleibende Spuren im Vorderland hinterlassen hat. Mit einem Schmunzeln erhielt er außerdem eine Chili-Topfpflanze – als augenzwinkernder Hinweis auf seine herzliche, zugleich aber klare und manchmal durchaus würzige Art.

Über den Abschied hinaus setzte die Gottesdienstgemeinde auch ein Zeichen der Solidarität. Das Kirchenopfer wurde einem von Ordensschwestern geführten Krankenhaus in Venezuela gewidmet, das nach der schweren Erdbebenkatastrophe dringend Unterstützung benötigt. Damit erhielt der Dank für das Vergangene zugleich eine Perspektive für die Zukunft und wurde zur konkreten Hilfe für Menschen in Not.
Nach dem Gottesdienst lud der Seelsorgeraum Vorderland zur Agape auf den Kirchplatz ein. Bei sommerlich warmen Temperaturen nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich persönlich von Pfarrer Mathias Bitsche zu verabschieden. In zahlreichen Gesprächen wurden Erinnerungen ausgetauscht, gute Wünsche ausgesprochen und gemeinsame Erlebnisse noch einmal lebendig.


