Obwohl BM Michael Schnetzer beruflich verhindert war, ließ er es sich nicht nehmen für ein paar Grußworte in den Bus zu kommen. Danach ging es mit unserem bereits bekannten, zuverlässigen Chauffeur Jürgen zur Glasmacherei nach Schmidsfelden ins Allgäu. Bereits auf dem kurzen Weg vom Parkplatz zum Museum konnten wir wunderschöne Glaskunst in allen Farben betrachten. Inzwischen gesellte sich auch unser neuer Pfarrer Fabian Jochum zu uns, der mit dem eigenen Auto angereist war.
Vollkommen faszinierend war die Glasmacherschau. Das handwerkliche Glasmachen ist eine alte Kunst, die nur noch wenige beherrschen. Deshalb hat es die Unesco 2015 zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. So erlebten wir, wie eine Glaskugel entsteht und wie ein Trinkglas geformt wird. Ein einfaches Trinkglas, schlicht, schön, zeitlos. Von der Schmelze, dem Aufblasen, über das Auflegen des Farbrandes bis hin zum Kühlen im heißen Ofen (welch ein Widerspruch), wir konnten den Entstehungsprozess staunend miterleben. Acht Stück am Tag, mehr Gläser können pro Person nicht hergestellt werden, so lange dauert der Arbeitsprozess, der viel Erfahrung und Gespür erfordert.
Im Anschluss hatten wir noch Zeit, das Museum zu erkunden oder im Laden das eine oder andere Andenken zu kaufen.
Im Gasthaus Bayrischer Hof gab es die ersehnte Stärkung und danach mussten wir uns schon wieder auf den Heimweg machen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und freuen uns auf ein Wiedersehen beim Seniorennachmittag mit Erntedankfeier und Musik im Oktober.
Helga Reimann